Albert Rausch
   
   
 

Als Nachruf und im Gedenken möchte ich hier an das Lebenswerk meines Vaters Albert Rausch erinnern. An sein Leben im Werkstattkeller und seine Liebe zum Holz.
Infiziert durch einen Mitgefangenen in der englischen Kriegsgefangenschaft hat ihn sein ganzes Leben der Wunsch nicht mehr losgelassen ein Hergottsschnitzer zu werden. "Du schaffst es und irgendwann wirst du ein Kreuz schnitzen. Erst dann bist du ein Herrgottsschnitzer..." das hatte ihm ein Mitgefangener in englischer Kriegsgefangenschaft gesagt. Nach dem Krieg arbeitete er in verschiedenen Berufen als Maschinenschlosser, Kraftfahrer, Omnibusfahrer, und Angestellter bei den Stadtwerken. Da war an schnitzen zunächst nicht zu denken.
Irgendwann schenkte meine Mutter ihm einen neuen Satz Schnitzmesser. Damit begann er in den 1980ern erneut mit seinem schon fast vergessenen Hobby. Während meine Mutter stickte, malte und töpferte wurde die Hobby-Werkstatt immer besser ausgestattet.
Es entstanden zunächst Gebrauchsgegenstände wie Schalen, Möbel für Küche und Bad aber auch Kerzenleuchter auf der Drechselbank.
Später verlegte er sich dann wieder ganz aufs Schnitzen. Viele Einzelfiguren wurden später eine große Krippendarstellung.

...und ganz zum Schluß... - hat er es dann doch geschafft ein Kreuz zu schnitzen...

Mein Vater verstarb mit 92 Jahren nach einem erfüllten Leben im Februar 2012.

Seine Werke aber leben weiter und werden in Ehren gehalten...

Die Werkstatt meines Vaters und eine kleine Auswahl seiner Werke: